Eugen Maier

29. Februar 1944 - 14. September 2022

Veröffentlicht: 19.09.2022 -
Badische Zeitung

<p>Wie schön, dass du solange ein Mittelpunkt<br />unserer Familie warst.</p><p>Dr. Eugen Maier<br />* 29.02.1944</p><p>† 14.09.2022</p><p>Mit großer Dankbarkeit lassen wir Dich<br />gehen und begleiten Dich mit all unseren<br />Gedanken und Erinnerungen.</p><p>Hinter der Welt wird ein<br />Baum stehen, eine Frucht in<br />den Wipfeln, mit einer Schale<br />aus Gold.<br />Lass uns hinübersehen, wenn<br />sie im Herbst der Zeit in<br />Gottes Hände rollt!<br />Ingeborg Bachmann</p><p>Mechthilde<br />Klaus mit Familie<br />Arnold mit Familie<br />Lucia mit Familie<br />Regina mit Familie<br />Erika mit Familie<br />Bettina &amp; Ute mit Familien<br />Freiburg im September 2022</p><p>Das Pontifikalrequiem findet am 23.09. um 11 Uhr im Freiburger Münster, die Beerdigung um 13 Uhr auf dem<br />Hauptfriedhof Freiburg (Magdalenenfeld) statt. Statt Blumen bitten wir um eine Spende an Caritas<br />international, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0502</p>

Wie schön, dass du solange ein Mittelpunkt
unserer Familie warst.

Dr. Eugen Maier
* 29.02.1944

† 14.09.2022

Mit großer Dankbarkeit lassen wir Dich
gehen und begleiten Dich mit all unseren
Gedanken und Erinnerungen.

Hinter der Welt wird ein
Baum stehen, eine Frucht in
den Wipfeln, mit einer Schale
aus Gold.
Lass uns hinübersehen, wenn
sie im Herbst der Zeit in
Gottes Hände rollt!
Ingeborg Bachmann

Mechthilde
Klaus mit Familie
Arnold mit Familie
Lucia mit Familie
Regina mit Familie
Erika mit Familie
Bettina & Ute mit Familien
Freiburg im September 2022

Das Pontifikalrequiem findet am 23.09. um 11 Uhr im Freiburger Münster, die Beerdigung um 13 Uhr auf dem
Hauptfriedhof Freiburg (Magdalenenfeld) statt. Statt Blumen bitten wir um eine Spende an Caritas
international, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0502

Strand
<p>Durch seinen Geist Diener des großen Erbarmens.<br />(Primizwort des Verstorbenen)</p><p>Am Fest Kreuzerhöhung, dem 14. September 2022, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit in der<br />Universitätsklinik Freiburg</p><p>Domkapitular em. Monsignore Dr. theol.</p><p>Eugen Maier<br />Eugen Maier wurde am 29. Februar 1944 als ältestes von acht Geschwistern in Oppenau im Renchtal geboren, wo er<br />auch aufgewachsen ist. Er besuchte von 1956 bis 1964 das Erzb. Studienheim St. Bernhard und das Ludwig-WilhelmGymnasium in Rastatt, das er mit dem Abitur im Februar 1964 verließ. Nach einer Verpflichtung als Zeitsoldat bei der<br />Bundeswehr von 1964 bis 1966 studierte er von 1966 bis 1971 Philosophie und Theologie in Freiburg und Bonn. Am<br />20. Mai 1971 wurde er von Erzbischof Hermann Schäufele in Freiburg zum Priester geweiht. Die Pfarreien Pforzheim<br />St. Bernhard, Mannheim Liebfrauen und Überlingen St. Nikolaus waren seine Wegstationen als Vikar.<br />Zum 1. September 1973 berief ihn Erzbischof Hermann als Repetitor an das Collegium Borromaeum in Freiburg, wo er<br />Mitverantwortung für die philosophische und theologische Bildung und die pastorale Ausbildung der<br />Priesteramtskandidaten übernahm. Neben diesem Dienst begann er – zunächst betreut von Prof. Dr. Klaus Hemmerle,<br />später von Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann – ein Promotionsstudium, das er mit einer Arbeit über die Katholizität in der<br />Kirche bei Henri de Lubac und der Promotion zum Dr. theol. am 11. Februar 1982 abschloss.<br />Auch in den folgenden Jahren war er in der Ausbildung und Begleitung von Menschen auf dem Weg zu einem<br />kirchlichen Beruf eingesetzt: Als geistlicher Mentor der Laientheologen und Studentenpfarrer an der Kath.<br />Hochschulgemeinde Freiburg von 1979 bis 1987, als Referent in der Priesterfortbildung, vor allem für die Vikare, von<br />1984 bis 1987 und als Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat von 1987 bis 2001 und als<br />Verantwortlicher für die Ausbildung der Gemeindereferentinnen und –referenten im Margarete-Ruckmich-Haus. So hat<br />er über viele Jahre das Institut für Pastorale Bildung maßgeblich geprägt – in der Zeit vom 1. Dezember 1997 bis zu<br />seiner Zurruhesetzung am 25. Mai 2015 als dessen Direktor – und war damit verantwortlich für die Aus- und<br />Weiterbildung zahlreicher haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeitenden in unseren Gemeinden. Weil ihn die Liebe zur<br />wissenschaftlichen Theologie und das offene Ohr für die Menschen gleichermaßen prägten, waren ihm diese Aufgaben<br />gleichsam auf den Leib geschrieben. Erzbischof Oskar Saier ernannte ihn zum 1. Dezember 1997 zum Leiter der<br />Abteilung Weiterbildung im Erzbischöflichen Ordinariat und am 14. Juli 1998 zum residierenden Domkapitular. In<br />Würdigung seiner verantwortlichen Stellung und seiner besonderen Verdienste wurde er von Papst Johannes Paul II.<br />am 23. März 2002 zum Monsignore ernannt. Von 2002 bis 2010 war Eugen Maier zudem Beauftragter der Erzdiözese<br />für die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, einer Aufgabe, in der er sich zeitweise über die Grenzen der physischen<br />und psychischen Kraft hinaus mit dem ihm eigenen Arbeitseifer für die Rechte der Missbrauchsbetroffenen eingesetzt<br />und ihnen Gehör und Anerkennung geschenkt hat. Es ist ihm in hohem Maße zu verdanken, dass in unserer Diözese<br />vergleichsweise früh ein Konzept zur Prävention sexuellen Missbrauchs entwickelt wurde. Neben den vielfältigen<br />Aufgaben in der Ausbildung kirchlicher Berufe und in der kirchlichen Verwaltung blieb er Seelsorger für viele<br />Menschen, so lebte er von 1991 bis zu seinem Tod in Freiburg-Hochdorf und brachte sich dort in das Gemeindeleben<br />ein. Noch vor wenigen Wochen hat er beim fünfzigjährigen Jubiläum des Pastoralkurses Freiburg in einer<br />bemerkenswerten Predigt, die als ein Vermächtnis gelten darf, darauf hingewiesen, dass Gott am Ende, sogar über<br />das Sterben hinaus, sein Leben und seine Liebe schenkt, dabei aber auch die Gemeinschaft der Glaubenden in den<br />Dienst nimmt.</p><p>Die Erzdiözese Freiburg hat Eugen Maier viel zu verdanken. Möge Gott ihn jetzt schauen lassen, was er<br />geglaubt, was er verkündet und wofür er gelebt hat.</p><p>Für die Erzdiözese Freiburg:<br />Stephan Burger, Erzbischof<br />Für das Domkapitel:<br />Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Dompropst<br />Für das Institut für Pastorale Bildung:<br />Heinz-Werner Kramer, Direktor</p><p>Für die Angehörigen:<br />Mechthilde Hodapp<br />Klaus Maier<br />Arnold Maier<br />Lucia Heitzmann<br />Regina Haghdoust<br />Erika Maier-Felber<br />und ihre Familien</p><p>Pontifikalrequiem am Freitag, dem 23. September 2022 um 11:00 Uhr im Münster Unserer Lieben Frau in<br />Freiburg i.Br., Beerdigung um 13:00 Uhr auf dem Hauptfriedhof (Magdalenenfeld). Priester und Diakone<br />sind eingeladen, in Chorkleidung und mit violetter Stola im Hochchor am Gottesdienst teilzunehmen.<br />Das Pontifikalrequiem wird im Livestream unter www.ebfr.de übertragen.</p>

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Liebe Angehörige von Eugen Maier, ich möchte Ihnen nach Jahren mein Mitgefühl angesichts Ihres Verlustes zum Ausdruck bringen. Meine Begegnungen mit Eugen Maier waren nur punktuell. Dennoch fühlte ich mich von ohm gesehen während meiner Ausbildungszeit zur Pastoralassistentin in der Erzdiözese Freiburg von 2006-2010. Er hat mir zugehört, als ich in eine tiefe Krise geriet und mein Leben ins Nichts stürzte. Gerade in den letzten Tagen und Wochen vermisse ich seine geduldige und Wertschätzung Art. Im Anklang an die Traueranzeige und dem Gedicht von Ingeborg Bachmann schicke ich Ihnen ein Bild von mir aus dem Jahr 2018. Ich werde demnächst auch sein Grab besuchen und dort einen Stein niederlegen. Die Trauerfeier konnte ich damals leider nur über Livestream mitverfolgen, da ich Angst hatte, anderen Wegbegleiter:innen aus der Diözese von ihm zu begegnen. In Gedanken bei Ihnen. Ihre Juliane D.

Juliane Dinkel


2

9 Mon.

Vom User ausgewähltes Bild
Sehr geehrte Frau Hodapp, sehr geehrte Familie Maier! Das Requiem heute und auch die Beerdigung haben gezeigt wieviele Menschen mit Ihnen trauern und zugleich dankbar sind für das Leben von Eugen Maier. Ich habe ihn als Studentenpfarrer und während meiner Ausbildung zum Pastoralreferenten erlebt und auch danach noch oft getroffen. Es stimmt: Eugen Maier konnte zuhoeren und er hat zugehört. Ich erinnere mich an ein Gespräch bei einer Radfahrt zum Schönberger Hof. Nach der Fahrt haben wir da oben gegessen, und es kamen viele dazu, die ihn kannten. Heute morgen habe ich zwei von ihnen wiedergesehen und Sie haben mir als Betroffene im Missbrauchsskandal gesagt: "Er war der einzige, der zugehört hat." Danke Eugen Maier und Adieu!

Hermann Josef Gerbes


1

3 J.

Liebe Frau Hodapp, wir sprechen Ihnen unsere herzliche Anteilnahme aus. Möge der Verstorbene jetzt schauen,was er geglaubt, verkündet und gelebt hat. Wir schließen ihn in unser Gebet und in unser Erinnern ein, hat es doch früher oft Kontakte gegeben bei Reisen u.a. Mit herzlichen Grüßen Ihre

Elisabeth + Günter Blasel, Bad Krozingen


3 J.

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