Johannes Reinke

23. August 1949 - 28. November 2018

Veröffentlicht: 01.12.2018 -
Badische Zeitung

<p>Jesus spricht: “Ich lebe und ihr sollt auch leben.”<br />Johannesevangelium</p><p>Johannes Reinke<br />* 23. August 1949</p><p>† 28. November 2018</p><p>Rektor i.R.</p><p>In Liebe und Dankbarkeit:<br />Ute Reinke<br />Annika Reinke<br />Ulrike Schneider</p><p>Die Trauerfeier ist am Freitag, den 7. Dezember 2018,<br />um 14.00 Uhr in der Aussegnungshalle Friedhof Giersberg<br />in Kirchzarten. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren<br />Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.</p>

Jesus spricht: “Ich lebe und ihr sollt auch leben.”
Johannesevangelium

Johannes Reinke
* 23. August 1949

† 28. November 2018

Rektor i.R.

In Liebe und Dankbarkeit:
Ute Reinke
Annika Reinke
Ulrike Schneider

Die Trauerfeier ist am Freitag, den 7. Dezember 2018,
um 14.00 Uhr in der Aussegnungshalle Friedhof Giersberg
in Kirchzarten. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren
Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.

Strand
<p>Das, was dem Leben Sinn verleiht,<br />gibt auch dem Tod Sinn.<br />Antoine de Saint-Exupéry</p><p>NACHRUF<br />Die Michael-Schule und die Gemeinde Oberried trauern<br />um ihren ehemaligen Schulleiter</p><p>Johannes Reinke<br />Rektor i. R.</p><p>der am 28. November 2018 im Alter von 69 Jahren verstorben ist.<br />Herr Reinke war von 1992 bis 2007 Schulleiter an unserer Grundschule. In der<br />15-jährigen Zeit seines Wirkens hat er die Michaelschule seinem großen<br />Verantwortungsbewusstsein, mit seiner Klarheit, der hohen Fachlichkeit, und<br />seiner außergewöhnlichen Zuverlässigkeit in besonderem Maße geprägt.<br />Wir danken Herrn Reinke für sein Engagement zum Wohl der Kinder unserer<br />Gemeinde und halten das Andenken an ihn in Ehren. Unser Mitgefühl gilt<br />seiner Familie.<br />Für die Gemeinde Oberried<br />Klaus Vosberg, Bürgermeister</p><p>Für die Michaelschule Oberried<br />Corinne Johner, Schulleiterin</p>

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Eben habe ich mich an Herrn Reinke erinnert. In seinem letzten Jahr als Rektor der Michael Grundschule war er unser Mathelehrer (und ich meine auch Klassenlehrer) gewesen. Ich weiß noch, wie meine Freundinnen und ich außer uns und besorgt waren, als wir erfuhren, dass wir den Rektor als Lehrer bekommen sollten. Er wirkte so streng auf uns! Bald stellten wir fest, dass unser Eindruck täuschte. Welch wunderbarer und besonderer Lehrer er war! Wir begannen ihn alle zu mögen. Nicht zuletzt aufgrund seines außergewöhnlichen Unterrichts. Da es sein Abschlussjahr war, hatte er es sich wohl zum Ziel gemacht, uns neben Mathematik "Lebensweisheiten und Kultur" mit auf den Weg zu geben. Dies geschah teils durch einen ungewöhnlichen Auftakt oder ein vorzeitiges Unterbrechen der Matheaufgaben mit dem Aufruf zum Singen. Dann holten wir alle die kleinen, alten roten Liederbücher hervor und Herrn Reinke suchte ein Lied aus. Er lehrte uns ein paar alte Volkslieder, die wir sonst womöglich nie kennengelernt hätten. Dann sangen wir, teilweise begleitete er mit Gitarre. Leider kann ich mich kaum noch an die Lieder erinnern. Doch ich weiß noch, dass wir die Texte besprachen und lernten, dass sie alle Lebensbotschaften vermitteln. Manche Texte interpretierten wir gemeinsam. Daran hatte ich Freude. Es verlieh dem Unterricht mehr Sinn und Lebensnähe. Häufiger sangen wir "Hoch auf dem gelben Wagen". Herr Reinke erklärte uns, dass es darin auch um Vergänglichkeit geht. Dass man manchmal gerne noch länger irgendwo verweilen möchte, doch dass das Rad des Lebens unbändig weiterrollt und wir uns dem nicht entgegen stellen können. Das Lied "über 7 Brücken musst du gehen" bezeichnete er als ein Lied, dass ihm viel Kraft gegeben hat und (zusammengefasst) aufzeigt, dass es im Leben immer wieder lichte und dunkle Zeiten gebe, die man durchlaufen müsse. Außerdem zeigte er uns zwei Mal eine Diashow von seiner Afrikareise (in Kenia?), die er in jüngeren Jahren gemacht hatte und erzählte uns von so manchen Begebenheiten. Ich weiß noch, wie mich das zum Träumen einlud! Wie neugierig ich auf die Welt war! Wie dankbar ich ihm für diese Geschichten war. Er hat seine Zeit mit uns sinnvoll genutzt. Ihn als Lehrer gehabt zu haben, war sicher nicht nur für mich eine bereichernde Erfahrung. Wir verabschiedeten unseren Kapitän mit einer gebührenden Feier, in dem wir ihm das Lied "alter Seemann" sungen. Soeben, wo ich mich an all dies erinnert und darauf zurückgeblickt habe, hatte ich überlegt, seine Adresse ausfindig zu machen, um ihm einen Brief zu schreiben. Was würde er wohl heute, im hohen Alter zu sagen und einem jüngeren Menschen mitzugeben haben? Wie ich nun feststellte, verstarb er bereits 2018 im Alter von 69 Jahren. Ein paar Tränchen kullerten. Doch weiß ich, dass er in seinem Leben viele Spuren hinterlassen hatte. Es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit wir haben, sondern wie sinnstiftend wir sie nutzen und was wir mit ihr bewirken /möchten. Daher spreche ich nun einfach hierüber meinen Dank und meine Anerkennung aus. Ruhe in Frieden, Rektor Reinke!

Sabrina D.


1 J.

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