Heinz Axmann

Veröffentlicht: 16.06.2016 -
Badische Zeitung

<p>„Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt,<br />wie ich an euch gehandelt habe.“<br />(Joh 13, 15)</p><p>Wenige Wochen nach der Feier des Diamantenen Priesterjubiläums hat<br />Gott, der Schöpfer und Vollender unseres Lebens, in den Abendstunden<br />des 13. Juni 2016</p><p>Diözesan-Caritasdirektor i. R.<br />Prälat Heinz Axtmann<br />zu sich in die ewige Heimat gerufen.<br />Heinz Axtmann wurde am 23. Oktober 1931 in Pfaffenrot (Landkreis Karlsruhe) geboren und<br />1956 zum Priester geweiht. Seine Vikarszeit führte ihn nach Waldulm, Freiburg-Ebnet und<br />Mannheim-Sandhofen. Von 1960 bis 1984 wirkte er als Pfarrer im Psychiatrischen Landes­<br />krankenhaus in Wiesloch. Hier teilte er sein Leben mit Menschen, deren Erkrankung für sie<br />vielfach mit ­Aus­grenzung und großem Leid verbunden war. Zusätzlich war er acht Jahre<br />Dekan des Dekanats Wiesloch. Er gründete den Malteser-Hilfsdienst in Wiesloch mit und war<br />Magistralkaplan im Malteser-Orden.<br />Von 1984 bis 1997 stand Prälat Axtmann als Diözesan-Caritasdirektor an der Spitze des zweitgrößten deutschen Diözesan-Caritasverbandes, den er in Zeiten des Umbruchs und der Weiterentwicklung zu einem an der Not und den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten ­kirchlichen<br />Wohlfahrtsverband mitgestaltet und geprägt hat. Wichtige Anliegen waren ihm die Fürsorge für<br />Asylbewerber und Spätaussiedler, die Betreuung der älteren Menschen und die Sorge für die<br />Behinderten und Suchtgefährdeten und vor allem auch die Sorge für psychisch kranke Menschen,<br />für die er stets ein engagierter Anwalt war. Auch sorgte er dafür, dass der Diözesan-Caritasverband im Weihbischof-Gnädinger-Haus in Freiburg-Lehen eine repräsentative und funktionale<br />Verbandszentrale erhielt. Seine Verdienste würdigte Papst Johannes Paul II 1986 mit der Ernennung zum Monsignore und 1992 mit der Ernennung zum Päpstlichen Haus­prälaten. In diesem<br />Jahr wurde Heinz Axtmann auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1997<br />erhielt er mit dem „Brotteller“ die höchste Auszeichnung der Caritas in Deutschland. Die Erz­<br />diözese Freiburg würdigte seine Verdienste mit der Verleihung der Konrads­plakette. Die Liga der<br />freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg ernannte ihn 1997 zu ihrem Ehrenvorsitzenden.<br />Im Jahr 2003 ernannte ihn sein Heimatort zum Ehrenbürger und gab 2006 einer Straße im<br />­Pfaffenroter Neubaugebiet den Namen „Prälat-Axtmann-Ring“.<br />Nach seiner Pensionierung übersiedelte er in seinen Heimatort und half in der Seelsorgeeinheit<br />Marxzell mit. 2014 eröffnete der Diözesan-Caritasverband in der Freiburger Wiehre das<br />­„Prälat-Axtmann-Haus“ für benachteiligte junge Menschen.<br />Das Bild von der Fußwaschung mit dem dazu gehörenden Jesuswort „Ich habe euch ein Beispiel<br />gegeben“ hat die 60 Jahre seines priesterlichen Wirkens geprägt. Ein wichtiges Anliegen<br />war ihm die Verbindung von verbandlicher und pfarrlicher Caritas. Unermüdlich betonte er,<br />dass Caritas eine Grundfunktion des pastoralen Wirkens der Kirche ist. Heinz Axtmann war<br />durch und durch ein Mann der Caritas und ein Anstifter zur Solidarität, der Nächstenliebe und<br />­Barmherzigkeit gelebt hat.<br />Wir danken für sein Beispiel im Zeugnis seines Lebens und geben ihn vertrauensvoll zurück<br />in Gottes Hand.<br />Freiburg i. Br., den 15. Juni 2016<br />Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg<br />Weihbischof Dr. Bernd Uhl, Vorsitzender des Caritasrates<br />Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Appel, Vorsitzender des Vorstandes<br />Mathea Schneider, Vorstand<br />Das Requiem wird am Samstag, dem 18. Juni 2016, um 14.00 Uhr in der Kirche St. Josef in<br />Marxzell-Pfaffenrot gefeiert. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof in Pfaffenrot<br />statt.</p>

„Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt,
wie ich an euch gehandelt habe.“
(Joh 13, 15)

Wenige Wochen nach der Feier des Diamantenen Priesterjubiläums hat
Gott, der Schöpfer und Vollender unseres Lebens, in den Abendstunden
des 13. Juni 2016

Diözesan-Caritasdirektor i. R.
Prälat Heinz Axtmann
zu sich in die ewige Heimat gerufen.
Heinz Axtmann wurde am 23. Oktober 1931 in Pfaffenrot (Landkreis Karlsruhe) geboren und
1956 zum Priester geweiht. Seine Vikarszeit führte ihn nach Waldulm, Freiburg-Ebnet und
Mannheim-Sandhofen. Von 1960 bis 1984 wirkte er als Pfarrer im Psychiatrischen Landes­
krankenhaus in Wiesloch. Hier teilte er sein Leben mit Menschen, deren Erkrankung für sie
vielfach mit ­Aus­grenzung und großem Leid verbunden war. Zusätzlich war er acht Jahre
Dekan des Dekanats Wiesloch. Er gründete den Malteser-Hilfsdienst in Wiesloch mit und war
Magistralkaplan im Malteser-Orden.
Von 1984 bis 1997 stand Prälat Axtmann als Diözesan-Caritasdirektor an der Spitze des zweitgrößten deutschen Diözesan-Caritasverbandes, den er in Zeiten des Umbruchs und der Weiterentwicklung zu einem an der Not und den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten ­kirchlichen
Wohlfahrtsverband mitgestaltet und geprägt hat. Wichtige Anliegen waren ihm die Fürsorge für
Asylbewerber und Spätaussiedler, die Betreuung der älteren Menschen und die Sorge für die
Behinderten und Suchtgefährdeten und vor allem auch die Sorge für psychisch kranke Menschen,
für die er stets ein engagierter Anwalt war. Auch sorgte er dafür, dass der Diözesan-Caritasverband im Weihbischof-Gnädinger-Haus in Freiburg-Lehen eine repräsentative und funktionale
Verbandszentrale erhielt. Seine Verdienste würdigte Papst Johannes Paul II 1986 mit der Ernennung zum Monsignore und 1992 mit der Ernennung zum Päpstlichen Haus­prälaten. In diesem
Jahr wurde Heinz Axtmann auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1997
erhielt er mit dem „Brotteller“ die höchste Auszeichnung der Caritas in Deutschland. Die Erz­
diözese Freiburg würdigte seine Verdienste mit der Verleihung der Konrads­plakette. Die Liga der
freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg ernannte ihn 1997 zu ihrem Ehrenvorsitzenden.
Im Jahr 2003 ernannte ihn sein Heimatort zum Ehrenbürger und gab 2006 einer Straße im
­Pfaffenroter Neubaugebiet den Namen „Prälat-Axtmann-Ring“.
Nach seiner Pensionierung übersiedelte er in seinen Heimatort und half in der Seelsorgeeinheit
Marxzell mit. 2014 eröffnete der Diözesan-Caritasverband in der Freiburger Wiehre das
­„Prälat-Axtmann-Haus“ für benachteiligte junge Menschen.
Das Bild von der Fußwaschung mit dem dazu gehörenden Jesuswort „Ich habe euch ein Beispiel
gegeben“ hat die 60 Jahre seines priesterlichen Wirkens geprägt. Ein wichtiges Anliegen
war ihm die Verbindung von verbandlicher und pfarrlicher Caritas. Unermüdlich betonte er,
dass Caritas eine Grundfunktion des pastoralen Wirkens der Kirche ist. Heinz Axtmann war
durch und durch ein Mann der Caritas und ein Anstifter zur Solidarität, der Nächstenliebe und
­Barmherzigkeit gelebt hat.
Wir danken für sein Beispiel im Zeugnis seines Lebens und geben ihn vertrauensvoll zurück
in Gottes Hand.
Freiburg i. Br., den 15. Juni 2016
Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg
Weihbischof Dr. Bernd Uhl, Vorsitzender des Caritasrates
Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Appel, Vorsitzender des Vorstandes
Mathea Schneider, Vorstand
Das Requiem wird am Samstag, dem 18. Juni 2016, um 14.00 Uhr in der Kirche St. Josef in
Marxzell-Pfaffenrot gefeiert. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof in Pfaffenrot
statt.

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