Domkapitular i.R. Prälat Alfons Ruf

This was published in the following publications on 02.12.2021:
Badische Zeitung

<p>Fiat misericordia tua, Domine, super nos<br />quemadmodum speravimus in Te.<br />(aus dem Te Deum, Leitmotiv des Verstorbenen)</p><p>Am 28. November 2021, dem 1. Adventssonntag, hat Gott seinen treuen Diener</p><p>Domkapitular i.R. Prälat<br />Alfons Ruf<br />in die ewige Heimat, die er uns in der lebendigen Gemeinschaft mit sich und allen Menschen<br />schenken will, gerufen.<br />Alfons Ruf wurde am 21. Februar 1927 in Obertsrot im Murgtal geboren. Er besuchte das<br />Gymnasium Hohenbaden in Baden-Baden, bis er 1944 zunächst zum Arbeitsdienst und bald darauf<br />zur Wehrmacht eingezogen wurde. In April 1945 in Kriegsgefangenschaft genommen, kam er bald<br />in das Gefangenenlager für Theologen in Chartres, in dem er an der Oberstufe des Vorkurses<br />teilnehmen konnte. Ende 1946 aus der Gefangenschaft entlassen, beendete er die gymnasiale<br />Ausbildung mit dem Abitur und bat um Aufnahme unter die Priesterkandidaten der Erzdiözese.<br />Nach dem Theologiestudium in Freiburg und Paris wurde er am 25. Mai 1952 zum Priester<br />geweiht. Die Pfarreien St. Alexander in Rastatt, Christkönig in Ersingen und Liebfrauen in Karlsruhe waren seine Wegstationen als Vikar. Im September 1958 übernahm er als Pfarradministrator<br />die Verantwortung für die Pfarrei Liebfrauen in Freiburg-Günterstal, zu deren Pfarrer er im<br />Oktober 1962 ernannt wurde. Ende August 1970 wurde er zusätzlich mit der Pastoration der<br />Pfarrei St. Agatha in Horben betraut. Mit hoher Dienstbereitschaft hat er sich für den lebendigen<br />Glauben der Menschen in diesen Pfarreien eingesetzt (Günterstal: bis 1984, Horben: bis 1989).<br />Darüber hinaus hat er auf dieser Stelle weitere Aufgaben wahrgenommen: Im Jahre 1970 wurde<br />er zum ersten Schuldekan des Dekanats Freiburg ernannt. 2 Amtsperioden hatte er dieses Amt<br />inne. Im August 1973 betraute ihn Erzbischof Hermann damit, als Bischöflicher Beauftragter die<br />Region Breisgau-Hochschwarzwald aufzubauen. Ab dem 1. Januar 1974 führte er diese Aufgabe im<br />neu definierten Amt des Regionaldekans fort. Hier hat Alfons Ruf Pionierarbeit geleistet und<br />entscheidenden Anteil daran, dass in der Region der Prozess von den versorgten zu den mitsorgenden Gemeinden vorangekommen ist. Er war maßgeblich bei der Neueinteilung der<br />Dekanate und der Umschreibung der Pfarrverbandsgebiete beteiligt, hat wertvolle Vorarbeit für die<br />heutigen Seelsorgeeinheiten geleistet und eine den Menschen zugewandte Seelsorge unterstützt.<br />Im Juli 1984 wurde Alfons Ruf als Ordinariatsrat mit der Leitung der Schulabteilung im Erzbischöflichen Ordinariat betraut. Im folgenden Jahr ernannte ihn Erzbischof Oskar zum<br />Domkapitular. Mehr als siebzehn Jahre lang war er als Schulreferent der Erzdiözese Freiburg für<br />den Bereich Schulen/Hochschulen verantwortlich. Die zeitgemäße Glaubensverkündigung im<br />Religionsunterricht war ihm ein Herzensanliegen. Als Mitglied des Domkapitels gehörte er zu den<br />engsten Beratern von Erzbischof Oskar. Wegen „seiner verantwortlichen Stellung und seiner<br />besonderen Verdienste“ wurde er am 24. Oktober 1992 von Papst Johannes Paul II. zum<br />Päpstlichen Hausprälaten ernannt. Vielen jungen Menschen hat Alfons Ruf als Domkapitular, auch<br />nach seiner Zurruhesetzung im Jahre 2001, das Sakrament der Firmung gespendet. Solange es ihm<br />möglich war, hat er im Münster Unserer Lieben Frau die Heilige Messe gefeiert.<br />Die Erzdiözese Freiburg hat Alfons Ruf viel zu verdanken. Dankbar erinnern wir uns an sein<br />Lebenszeugnis als Christ und als Priester.<br />Für die Erzdiözese Freiburg: Für das Domkapitel:<br />Für alle Angehörigen:<br />Stephan Burger<br />Weihbischof Dr. Peter Birkhofer Konrad Ruf mit Familien<br />Erzbischof<br />Dompropst Ursula Weinelt<br />Familie Striebich</p><p>Pontifikalrequiem am Dienstag, dem 7. Dezember 2021, um 12.00 Uhr im Münster<br />Unserer Lieben Frau in Freiburg i. Br.; Beerdigung um 14.00 Uhr auf dem Hauptfriedhof (Magdalenenfeld). Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung<br />und mit violetter Stola im Hochchor den Gottesdienst mitzufeiern.</p>

Fiat misericordia tua, Domine, super nos
quemadmodum speravimus in Te.
(aus dem Te Deum, Leitmotiv des Verstorbenen)

Am 28. November 2021, dem 1. Adventssonntag, hat Gott seinen treuen Diener

Domkapitular i.R. Prälat
Alfons Ruf
in die ewige Heimat, die er uns in der lebendigen Gemeinschaft mit sich und allen Menschen
schenken will, gerufen.
Alfons Ruf wurde am 21. Februar 1927 in Obertsrot im Murgtal geboren. Er besuchte das
Gymnasium Hohenbaden in Baden-Baden, bis er 1944 zunächst zum Arbeitsdienst und bald darauf
zur Wehrmacht eingezogen wurde. In April 1945 in Kriegsgefangenschaft genommen, kam er bald
in das Gefangenenlager für Theologen in Chartres, in dem er an der Oberstufe des Vorkurses
teilnehmen konnte. Ende 1946 aus der Gefangenschaft entlassen, beendete er die gymnasiale
Ausbildung mit dem Abitur und bat um Aufnahme unter die Priesterkandidaten der Erzdiözese.
Nach dem Theologiestudium in Freiburg und Paris wurde er am 25. Mai 1952 zum Priester
geweiht. Die Pfarreien St. Alexander in Rastatt, Christkönig in Ersingen und Liebfrauen in Karlsruhe waren seine Wegstationen als Vikar. Im September 1958 übernahm er als Pfarradministrator
die Verantwortung für die Pfarrei Liebfrauen in Freiburg-Günterstal, zu deren Pfarrer er im
Oktober 1962 ernannt wurde. Ende August 1970 wurde er zusätzlich mit der Pastoration der
Pfarrei St. Agatha in Horben betraut. Mit hoher Dienstbereitschaft hat er sich für den lebendigen
Glauben der Menschen in diesen Pfarreien eingesetzt (Günterstal: bis 1984, Horben: bis 1989).
Darüber hinaus hat er auf dieser Stelle weitere Aufgaben wahrgenommen: Im Jahre 1970 wurde
er zum ersten Schuldekan des Dekanats Freiburg ernannt. 2 Amtsperioden hatte er dieses Amt
inne. Im August 1973 betraute ihn Erzbischof Hermann damit, als Bischöflicher Beauftragter die
Region Breisgau-Hochschwarzwald aufzubauen. Ab dem 1. Januar 1974 führte er diese Aufgabe im
neu definierten Amt des Regionaldekans fort. Hier hat Alfons Ruf Pionierarbeit geleistet und
entscheidenden Anteil daran, dass in der Region der Prozess von den versorgten zu den mitsorgenden Gemeinden vorangekommen ist. Er war maßgeblich bei der Neueinteilung der
Dekanate und der Umschreibung der Pfarrverbandsgebiete beteiligt, hat wertvolle Vorarbeit für die
heutigen Seelsorgeeinheiten geleistet und eine den Menschen zugewandte Seelsorge unterstützt.
Im Juli 1984 wurde Alfons Ruf als Ordinariatsrat mit der Leitung der Schulabteilung im Erzbischöflichen Ordinariat betraut. Im folgenden Jahr ernannte ihn Erzbischof Oskar zum
Domkapitular. Mehr als siebzehn Jahre lang war er als Schulreferent der Erzdiözese Freiburg für
den Bereich Schulen/Hochschulen verantwortlich. Die zeitgemäße Glaubensverkündigung im
Religionsunterricht war ihm ein Herzensanliegen. Als Mitglied des Domkapitels gehörte er zu den
engsten Beratern von Erzbischof Oskar. Wegen „seiner verantwortlichen Stellung und seiner
besonderen Verdienste“ wurde er am 24. Oktober 1992 von Papst Johannes Paul II. zum
Päpstlichen Hausprälaten ernannt. Vielen jungen Menschen hat Alfons Ruf als Domkapitular, auch
nach seiner Zurruhesetzung im Jahre 2001, das Sakrament der Firmung gespendet. Solange es ihm
möglich war, hat er im Münster Unserer Lieben Frau die Heilige Messe gefeiert.
Die Erzdiözese Freiburg hat Alfons Ruf viel zu verdanken. Dankbar erinnern wir uns an sein
Lebenszeugnis als Christ und als Priester.
Für die Erzdiözese Freiburg: Für das Domkapitel:
Für alle Angehörigen:
Stephan Burger
Weihbischof Dr. Peter Birkhofer Konrad Ruf mit Familien
Erzbischof
Dompropst Ursula Weinelt
Familie Striebich

Pontifikalrequiem am Dienstag, dem 7. Dezember 2021, um 12.00 Uhr im Münster
Unserer Lieben Frau in Freiburg i. Br.; Beerdigung um 14.00 Uhr auf dem Hauptfriedhof (Magdalenenfeld). Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung
und mit violetter Stola im Hochchor den Gottesdienst mitzufeiern.

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