Rosa Brunner

This was published in the following publications on 11.02.2019:
Badische Zeitung

<p>Flügel sind mir gewachsen,<br />damit ich fliegen kann.<br />So leicht wie alle Vögel<br />flieg ich den Himmel an.</p><p>Rosa Brunner<br />* 1. 6. 1936 † 29. 1. 2019</p><p>Rosa Brunner kam in jungen Jahren in das St. Josefshaus. Sie gehörte zu den letzten<br />Zeitzeugen der Deportierungen aus dem St. Josefshaus. Sie überlebte, weil Schwestern<br />sie im Wald versteckten.<br />Vielleicht kam aus diesen furchtbaren Erlebnissen ihr Drang nach Selbstständigkeit<br />und Unabhängigkeit. Sie lebte bis vor einigen Monaten in einer Außenwohngruppe<br />und hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis in Herten, von denen sie viele<br />bis zum Schluss regelmäßig besuchten.<br />Die Vogelkunde und ihre Zwergpapageien waren ihre große Leidenschaft, genauso wie<br />das Stricken komplizierter Muster. In der Seniorenbetreuung genoss sie das Miteinander und die Geselligkeit.<br />Ihre Herkunft und ihre Familie waren ihr wichtig. So gelang es ihr, rege Telefonund Briefkontakte zu ihren Verwandten in Kanada aufzunehmen. Ihre Träume und<br />ihre Zielstrebigkeit machten es ihr möglich ihre ältere Schwester auch in Kanada zu<br />besuchen.<br />Nach einem schwierigen Start stehen wir am Ende des irdischen Lebens von<br />Rosa Brunner voller Respekt und Achtung vor einem Leben, das mit so viel Willensstärke, Zielstrebigkeit und Leidenschaft so gesellig und humorvoll gestaltet wurde.<br />Danke, dass wir ein Teil davon sein durften.<br />St. Josefshaus Herten<br />Birgit Ackermann<br />Vorstand</p><p>Marian Wenzel<br />Heimbeirat</p><p>Die Urne wird am Donnerstag, 14. 02. 2019, um 15.30 Uhr auf dem Gräberfeld des<br />Sankt Josefshaus beigesetzt.</p>

Flügel sind mir gewachsen,
damit ich fliegen kann.
So leicht wie alle Vögel
flieg ich den Himmel an.

Rosa Brunner
* 1. 6. 1936 † 29. 1. 2019

Rosa Brunner kam in jungen Jahren in das St. Josefshaus. Sie gehörte zu den letzten
Zeitzeugen der Deportierungen aus dem St. Josefshaus. Sie überlebte, weil Schwestern
sie im Wald versteckten.
Vielleicht kam aus diesen furchtbaren Erlebnissen ihr Drang nach Selbstständigkeit
und Unabhängigkeit. Sie lebte bis vor einigen Monaten in einer Außenwohngruppe
und hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis in Herten, von denen sie viele
bis zum Schluss regelmäßig besuchten.
Die Vogelkunde und ihre Zwergpapageien waren ihre große Leidenschaft, genauso wie
das Stricken komplizierter Muster. In der Seniorenbetreuung genoss sie das Miteinander und die Geselligkeit.
Ihre Herkunft und ihre Familie waren ihr wichtig. So gelang es ihr, rege Telefonund Briefkontakte zu ihren Verwandten in Kanada aufzunehmen. Ihre Träume und
ihre Zielstrebigkeit machten es ihr möglich ihre ältere Schwester auch in Kanada zu
besuchen.
Nach einem schwierigen Start stehen wir am Ende des irdischen Lebens von
Rosa Brunner voller Respekt und Achtung vor einem Leben, das mit so viel Willensstärke, Zielstrebigkeit und Leidenschaft so gesellig und humorvoll gestaltet wurde.
Danke, dass wir ein Teil davon sein durften.
St. Josefshaus Herten
Birgit Ackermann
Vorstand

Marian Wenzel
Heimbeirat

Die Urne wird am Donnerstag, 14. 02. 2019, um 15.30 Uhr auf dem Gräberfeld des
Sankt Josefshaus beigesetzt.

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